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Marl, nördliches Ruhrgebiet:
Rechte Szene besser organisiert +++ Anfang Febraur: Angriff im Café Schmiede +++ 1. März: Nazis stürmen Volkshochschul-Vortrag +++ 9.März: Jugendliche nach Überfall im Krankenhaus
Trauriger Alltag in einer westdeutschen Kleinstadt (90,000 Einwohner): Seit Beginn des Jahres vergeht kaum ein Wochenende, an dem es in Marl nicht zu Übergriffen durch Nazis kommt. Die Aktionen der Rechten gehen hauptsächlich von den sog. „Autonomen Nationalisten Marl“ aus. Diese sind aus dem „Freien Widerstand Marl“ hervorgegangen und versuchen nun mit neuer Strategie Mitglieder in vermeintlich linken Subkulturen zu gewinnen. Im Sommer 2005 organisierten der gleiche Personenkreis einen Aufmarsch, der von Kevin Giuliani aus Duisburg angemeldet wurde. War dieser Aufmarsch eher schlecht besucht, scheint das Auftreten der Nazis doch auf eine zunehmend bessere Organisation zu schließen. Ein neuer Anziehungspunkt nach der Schließung des Nazi-Ladens „Fly In“ vor ca. 2 Jahren scheinen die Kneipen „Gaststätte Winter“ in Marl-Brassert und der „Treffpunkt“ in Drewer an der Bergstraße zu sein. Bei der „Gaststätte Winter“ gibt es keine genaueren Hintergründe über den Betreiber, der „Treffpunkt“ scheint kommerziell orientiert, hat aber auch kein Problem mit den Nazis in seinem Laden.
Häufig laufen Übergriffe mehr oder weniger „glimpflich“ ab, was in Marl heißt, mit nur leichten Verletzungen, da es den Opfern gelingt zu fliehen, die Nazis ihre Flaschen zu ungenau werfen oder Passanten eingreifen. Auch Sprayerein und zerbrochene Fensterscheiben an einem von vielen „Alternativen“ besuchten Jugenzentrum im Stadtzentrum werden regelmäßig „erneuert“. Folgend nun einige größere und offenbar koordinierte Aktionen der Nazis aus der letzten Zeit.
Vor einigen Wochen griffen mehrere „Autonome Nationalisten“ mehrere Personen in der Kneipe „Schmiede“ an der Ecke Bergstraße/Lipper Weg an. Gegen 3 Uhr morgens betraten die Nazis die Kneipe und pöbelten die vierköpfige Gruppe an, da einer von ihnen einen antifaschistischen Button an der Jacke geheftet hatte. Noch in der Kneipe wurde einer der vier Personen von den Nazis zu Boden geworfen und attackiert. Daraufhin verließen die vier die Kneipe und wollten mit einem Taxi nach Hause fahren. Die Nazis kamen hinterher und griffen die Leute mit Schlagstöcken an und schlugen ihren Opfern auf den Kopf. Glücklicherweise wurden sie nur leicht verletzt und konnten nach ambulanter Behandlung das Krankenhaus wieder verlassen.
Am 1. März veranstaltete die Volkshochschule einen Vortrag zum „Rechtsextremismus aus der Mitte der Gesellschaft“ (oder so ähnlich) mit einem Referenten der Friedrich-Ebert-Stiftung. Zu der Veranstaltung erschienen neben wenig Besuchern auch ca. 25 Nazis. Zum großen Teil waren dies wiederum Autonome Nationalisten, jedoch auch einige ältere NPDler die zum „diskutieren“ da waren. Unter Polizeischutz und Anwesenheit der NPDler wurde die Veranstaltung dann durchgeführt; eine Eskalation blieb vermutlich nur aus da keine oder kaum Linke im Saal waren. Die Polizei schien im Übrigen auf die Anwesenheit der Rechten vorbereitet gewesen zu sein, zumindest postierte schon vor der Veranstaltung ein Streifenwagen in Näher der VHS.
Am vergangenen Freitag (9.März) wurden zwei junge Männer Opfer eines brutalen Übergriffes. Eine Gruppe von ca. 6 Nazis lauerte vor dem Haus eines der Opfer. Nachdem diese spätabends das Haus verließen, griffen die Nazis sie mit Schlagstöcken und Ziegelsteinen an. Dabei wurde den Opfer gezielt auf den Kopf geschlagen, später auch getreten. Einer der Täter rief: „Bringt ihn um! Bringt ihn um!“ Durch das Eingreifen einiger Anwohner, die die Polizei riefen, konnte schlimmeres verhindert werden. Eines der Opfer liegt noch im Krankenhaus. Der andere konnte nach ambulanter Behandlung wieder entlassen werden.
Alle Übergriffe gingen vom selben Personenkreis aus, der schon seit 2-3 Jahren für ein Klima der Gewalt in Marl sorgt. Mitterweile liegen gegen einzelne „Autonome Nazionalisten“ zahlreiche Anzeigen vor. Dies scheint die Nazis jedoch nicht daran zu hindern, weiter brutal gegen Andersdenkende vorzugehen. Die Stadtverwaltung ignoriert das Problem und trägt das überall bekannte Märchen der rivalisierenden Jugendbanden in lokal-abgewandelter Form vor oder schiebt die Schuld den Linken zu, die ja provozieren würden. Presse und Stadt sind sich auch einig, dass es sich bei Nazi-Aufklebern, gesprühten Hakenkreuzen und Sprüchen wie „Frei – Sozial und National“ nicht um Rechtsextremismus sondern um unpolitische Schmierereien handele.

Quelle: Indymedia
11.3.07 19:29
 


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